Eine der großen Bogenoffsetmaschinen von Manroland

ROLAND 900, XXL (Quelle: Manroland)

Heute am 25.11 trat ein was viele Analysten schon länger befürchteten: Am frühen Nachmittag erklärte Manroland die Zahlungsunfähigkeit und stellte Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Augsburg. Zum Insolvenzverwalter wurde Werrner Schneider von der Rechtsanwaltskanzlei Schneider, Geiwitz & Partner bestimmt.

Mit Manroland geht der Weltmarktführer im Rollenoffsetdruck insolvent. Betroffen sind davon die derzeit 6.500 Mitarbeiter des 167 Jahre alten Unternehmens. Der Jahresumsatz lag 2010 bei 942 Mio €.
Wie es mit den Produktionsstandorten Offenbach und Augsburg weitergehen wird steht derzeit noch in den Sternen. Den Mehrheitseigentümern MAN und ACP war es zuletzt nicht gelungen weitere Investoren zu gewinnen um die Insolvenz abzuwenden. Als Ursache wird die allgemein schlechte Lage im Bereich der großformatigen Druckmaschinen gesehen. Die sehr schlechte Auftragslage im Sommer 2011 brachte den Stein nun letztendlich ins Rollen. Die beiden Hauptkonkurrenten Heidelberger Druckmaschinen und KBA werden sicherlich nicht unglücklich sein über die bevorstehende Marktbereinigung. So kämpft Heidelberger Druckmaschinen ebenfalls mit Verlusten und Umsatzrückgang. Die Aktien von Heidelberger konnte im Laufe des Nachmittags bereits um 10% zulegen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Insolvenzverwalter das traditionsreiche Unternehmen, zumindest in Teilen retten können.

2 Comments to “Manroland: Ein Riese liegt im Sterben”

  • Finde ich super, dass hier oft gepostet wird.

  • Das wird mit Manroland keine gutes Enden nehmen. Der Staat wird Millionen in die Rettung pumpen und am Ende werden die Mitarbeiter doch entlassen.

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